Die Geschichte

Die Geschichte der Fußball Mafia in Deutschland begann bereits in der Bundesliga-Saison 1970/71. Durch das "verschieben" von Punktspielen gelang Rot-Weiß Oberhausen und Arminie Bielefeld der Verbleib in der 1. Bundesliga.

Interessant sind die Geldsummen die schon damals verschoben wurden:

28. Spieltag (17. April 1971)
FC Schalke 04 - Arminia Bielefeld 0:1
40.000 DM flossen von Arminia Bielefeld an die Schalker Mannschaft. In der 83. Minute traf Bielefeld zum Sieg.

Nachholspiel vom 24. Spieltag (5. Mai 1971)
1. FC Köln - Rot-Weiss Essen 3:2
Kölns Torwart Manfred Manglitz forderte vor dem Spiel von Canellas 25.000 DM, sonst würde er gegen den Offenbacher Konkurrenten Rot-Weiss Essen „einige Dinger durchlassen“.

32. Spieltag (22. Mai 1971)
1. FC Köln - Rot-Weiß Oberhausen 2:4
Wiederum war Kölns Torwart Manglitz bestochen.

MSV Duisburg - Arminia Bielefeld 4:1
Duisburgs Gerd Kentschke nahm 60.000 DM an, weihte aber nicht die komplette Mannschaft ein und zahlte das Geld nach dem MSV-Sieg bis auf seinen eigenen Anteil zurück.

33. Spieltag (29. Mai 1971) Arminia Bielefeld - Vfb Stuttgart 1:0
Jeweils 15.000 DM flossen an drei Spieler, dazu kamen 25.000 DM „Nebenkosten“ an die Geldboten. Bielefeld erzielte das Siegtor in der 89. Minute.

34. Spieltag (5. Juni 1971) Eintracht Braunschweig - Rot-Weiß Oberhausen 1:1
Keine Manipulation, den Braunschweigern wurde aber von Arminia Bielefeld eine zusätzliche Siegprämie von zunächst 120.000 DM (später auf 170.000 DM) versprochen. 100.000 DM wurden vorab ausbezahlt, 40.000 DM nach dem Spiel.

Hertha BSC - Arminia Bielefeld 0:1
Eine doppelte Manipulation: Canellas bot den Hertha-Spielern Bernd Patzke und Tasso Wild 120.000 DM für einen Sieg gegen Bielefeld, die Arminia wiederum hatte bereits zunächst 150.000 DM für eine Hertha-Niederlage geboten und auf 250.000 DM erhöht.

34 Jahre später (In dieser Zeit wurde kein weiterer Wettskandal aufgedeckt Cool ...) folgte der nächste Paukenschlag: Der Fußball-Wettskandal 2005 gilt als die größte Affäre im deutschen Fußball seit dem Bundesliga-Skandal in der Saison 1970/71.

Diesmal ging es um Sportwetten. Im Mittelpunkt: Fussballschiedsrichter Robert Hoyzer. Er gab zu, Spiele der 2. Bundesliga, des DFB Pokals und der damaligen 3. Liga, der Fussball Regionalliga, so verschoben zu haben, dass die erwünschten Ergebnisse, auf die zuvor Sportwetten getätigt wurden, herauskamen. Hoyzer soll Kontakt zur kroatischen Wettmafia in Berlin gehabt haben. Der Verdacht stand im Raum, dass organisierte Kriminalität dahinterstecke. Mehrere Spiele seien systematisch manipuliert worden. Nachdem Hoyzer ein Geständnis abgelegt hatte, wurden mehrere Objekte in Berlin (u.a. das Café King) durchsucht. Drei Personen wurden in Untersuchungshaft genommen. Hoyzer wurde zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und fünf Monaten ohne Bewährung verurteilt. Da er die Sportwetten zusammen mit drei kroatischen Mittätern ausgeführt haben soll, wurde ihm banden- und gewerbsmäßiger Betrug angelastet.

Der Betrugsverdacht gegen drei Spieler von Hertha BSC aus der Bundesliga konnte nicht erhärtet werden. Die am 29. Januar 2005 festgenommenen Milan S. und sein Bruder Philip S. hatten die Spieler Alexander Madlung, Nando Rafael und Josip Šimunić belastet. Sie hätten zu den Gästen des von Milan S. betriebenen Sportwetten-Café King gehört. Das DFB-Pokal zwischen Hertha und Regionalligist Braunschweig am 22. September 2004 rückte in den Mittelpunkt, da beim Zweitrunden-Spiel in Braunschweig sowohl Rafael, Simunic als auch Madlung zum Einsatz kamen und die Berliner überraschend mit 2:3 verloren. Der entscheidende Treffer für Braunschweig fiel durch ein Eigentor in der 80. Minute – von Madlung. Er war vier Minuten vorher eingewechselt worden. Cool

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Mit Auszügen aus Wikipedia: Bundesliga-Skandal, Fußball-Wettskandal 2005